James Edward Marston (1771 - 1855)
„...großer, Ehrfurcht gebietender Eindruck...“
Der englische Sprachlehrer beschreibt in seinem Buch „Der Westholsteinische Tourist – Wegweiser für Fußreisende“ auch Travemünde und Lübeck. Das Buch erscheint 1833.
Die dem Auge auffallenden gothischen Thürme, - Thore, - und Gebäude dieser alten Hansestadt, müssen einen großen, Ehrfurcht gebietenden Eindruck auf den fremden Wanderer machen, und so ist´s. Ihr Anblick flößt unwillkürlich Gefühle der tiefsten Achtung gegen die graue Vorzeit ein. Darin liegt jedesmal und unter allen Verhältnissen eine gewisse Würde, der wir uns nie schämen dürfen, sondern die wir immer pflegen und aufrecht erhalten müssen.
Näheren Einfluß auf die äußere Erscheinung der Stadt selbst hat der Wall, den die Trave von der Stadt, und den Stadtgraben von der umliegenden Gegend scheidet, ein mit drei- und vierfachen Baumreihen für Lustgänger und Lustfahrer besetzter Spatzierdamm, der zugleich auch manche Aussicht über die angenehmen Umgebungen der Stadt gewährt.